Prominente und was mir dazu einfällt - Charly´s Bücherstube

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Prominente und was mir dazu einfällt

Wenn man im Großraum Stuttgart für eine Zeitung arbeitet, trifft man durch die ansässigen Firmen und Vereine aber auch durch die vielen Veranstaltungen laufend Prominente, oder Menschen die es gerne wären.
Ich habe diese Menschen in der Zeit zwischen 1990 und 1997 getroffen.
Wenn man sich an diese Treffen nach über 20 Jahren plötzlich erinnert, fällt einem auf, wie sich Menschen doch verändern können.
Manche wurden die Nummer 1 in ihrer Branche, andere stürzten furchtbar ab,  und wieder andere sind einfach gestorben.
Die Reihenfolge der Menschen die ich hier beschreibe stellt keine Rangordnung da, und soll diesen Menschen zum Zeitpunkt unseres Gespräches beschreiben, ich möchte keine Bewertung über andere Menschen anstellen.

Also dann fang ich mal an

Jogi Löw traf ich am 15. Juni 1997 beim Empfang im Stuttgarter Rathaus. Der VFB war am Abend zuvor Deutscher Pokalsieger 1997 geworden, durch einen Sieg gegen Energie Cottbus.
Damals traf man bei dem VFB auch noch solche Spieler wie Krassimir Balakov, Giovane Elber, Fredi Bobic und Kapitän Frank Verlaat.

Vitali und Wladimir Klitschko traf ich am 25. Januar 1997 in Stuttgart im Maritim Hotel wo Wladimir in einem seiner ersten Kämpfe in Deutschland, einen Sieg durch TKO in der 3. Runde über Troy Weida hinlegte, Vitali besiegte bei der selben Veranstaltung den Amerikaner Mike Acklie durch KO in der ersten Runde.
Beide wurde damals vom Hamburger Boxstall Universum Box-Promotion des Promoters Klaus-Peter Kohl gemanagt.
Hätte ich gewusst was aus den Kerlen noch alles wird hätte ich mir nach dem Kampf beim Empfang und gemeinsamen Essen doch einige Autogramme geben lassen, könnte ich in meinem Ebay - Shop gut gebrauchen.
Bei solchen Veranstaltungen traf man auch die üblichen Verdächtigen wie Ben Becker, Harald Glööckler der wie üblich Gina Lollobrigida zu solchen Veranstaltungen mitbrachte.
Sein damaliger Lebenspartner und heutiger Mann Dieter Schroth (verheiratet seit 2015) hielt sich im Hintergrund, betrieb aber mit Glööckler am Rande der Stuttgarter Fußgängerzone ein Modegeschäft.

Wolfgang Petry traf ich im April 1994, kurz vor dem Höhepunkt und dann leider auch Ende seiner Karriere. Nur mit einem Techniker der das Playback steuerte rockte er eine mit 110 % ausverkaufte Disco. Bei so einem Livekonzert in einer kleinen Disco mit 500 oder 600 Gästen merkte man warum dieser Künstler so beliebt war, und auch für eine schmale Gage alles gab.
Mit der Agentur Rahn die ihn damals betreute, habe ich gerne und auch lange bei vielen Konzerten in Baden - Württemberg zusammen gearbeitet.

Zum Beispiel auch bei einer Veranstaltung mit den Weather Girls die am 5. Juni 1994 im King´s Club in Stuttgart, anlässlich des  Christopher street day ein heißes Konzert in warmer Umgebung abbrannten. Zwischen den 2 Mädels (Mutter und Tochter) fühlte ich mich endlich einmal schlank.

Veranstaltungen mit Truck Stop waren immer eine tolle Sache, da kann ich gar nicht mehr alle Termine aufzählen. Besonders mochte ich Burkhard „Lucius" Reichling, der mit dem Flaschenöffner. Da sich die Gruppe selber managte hatte ich seine Nummer und konnte von ihm erfahren welches Mitglied für welches Konzert zuständig ist. So konnte man schon vor dem Konzert Fototermine oder Interviews abklären.

Im Sommer war ich auch viel bei Veranstaltungen der Spider Murphy Gang. Von München in den Großraum Stuttgart war es ja nur ein Katzensprung mit dem großen BMW der Gruppe. Günther Sigl war immer ein offener Gesprächspartner, Gerhard Gmell („Barny Murphy") der Liebling der Schwäbinnen.

Ein angenehmer Partner in all den Jahren war auch Walter Weitmann, der Festwirt des größten Zeltes auf dem Cannstatter Wasen und dem Stuttgarter Frühlingsfest. Wenn er sich etwas vornahm, wollte er es auch durchsetzen. Damit sein Festzelt immer voll war beteiligte er sich jedes Jahr an vielen Gewinnspielen oder spendete Gutscheine für Hähnchen und Bier. Ich holte mir vor jeder Veranstaltung Gutscheine für 3.000 Maß Bier und 3.000 halbe Hähnchen ab. Diese wurden dann zur Freude unserer Leser verlost. Legendär auch sein Streit um die Besucherzahlen vom Münchner Oktoberfest. Wenn Gabriele Weishäupl  die Direktorin des Fremdenverkehrsamtes der Landeshauptstadt München und als Festleiterin verantwortlich für die Durchführung des Münchner Oktoberfestes die Besucherzahl mit 6.000.000 Millionen angab wollte das Weitmann nie glauben.

Nach dem Cannstatter Wasen, aber auch zu anderen Gelegenheiten bot sich ein Besuch in den Läden von Markus Ritschl dem Lolly Pop oder auch dem Hollywood an. Das Lolly Pop etwas wie der Ballermann, das Hollywood für ein gepflegtes Tanzpublikum oder zum anbaggern auf höherem Niveau. Außerdem führe Markus noch die Theaterscheuer in Ebersbach. Das beste war aber sein Privathaus, eine alte Fabrikantenvilla in Ebersbach. Im Keller 2 Tonstudio und ein Videoraum, hier konnte man auch schon einmal Andreas Läsker  Musikmanager und -verleger der Band Die Fantastischen Vier treffen. Im Erdgeschoss gab es ein Billardzimmer und eine Küche, groß wie ein Fußballfeld. Hier konnte man  sich rund um die Uhr bedienen. Im Hof standen 2 Cadillac Cabrios Baujahr 59 mit denen man auch schon einmal eine Spazierfahrt, allerdings mit Chauffeur, einem befreundeten und recht erfolgreichen Rallyefahrer drehen konnte. Da schmeckte das Eis beim Italiener gleich viel besser. Mein schwarzer Camaro sah ja offen schon ganz gut aus, aber gegen die Cadillacs hatte der dann doch keine Chance.

Es gab viele schöne Veranstaltungen in der Stuttgarter Schleyer Halle, zum Beispiel die PORSCHE OLDIE NIGHT 1994, hier traf ich die ganzen Stars aus meiner Jugend und aus BRAVO - Zeiten so zum Beispiel die tolle Suzi Quatro aber auch Gruppen wie Sailor, The Fortunes, The Foundations, The Searchers und natürlich The Troggs.

1995 war die Stimmung bei der OLDIE - NIGHT dann sehr gedrückt, kurz vorher war die Gruppe Smokie mit dem Tour-Bus auf dem Weg zum Düsseldorfer Flughafen verunglückt. Die Insassen Terry Uttley und Alan Silson kamen mit Schürfwunden davon, Leadsänger Alan hingegen starb fünf Tage später. Da sich die Musiker untereinander natürlich alle kannten, hatte keiner mehr so rechte Lust zum feiern, aber the show must go on und 2 Abende wurden abgespult.

Im Juni 1994 gab es auch die 2. Weissacher Oldie Night, hier konnte man im kleinen Rahmen, quasi auf Tuchfühlung Altstars wie die Lords mit Lord Uli oder Chris Andrews abfeiern. Die Zugabe gab es in dem Umkleideraum der Mehrzweckhalle, wo die Lords unter Führung von Lord Uli versuchten die letzten alkoholischen Getränke vor einem Diebstahl zu retten. Ich habe Uli beim vernichten geholfen so gut ich konnte, leider war es der letzte Abend wo ich ihn lebend sah.

Ich habe ganz nebenbei auch noch 2 Jahre lang Spätzlescowboy Hank Häberle gemanagt, eigene Konzerte mit ihm veranstaltet und für diese eine eigene Reisegastronomie gegründet.
Also schwäbischer Country mit Schwäbischen Spezialitäten und um international zu sein einer ordentlichen Jack Daniels Bar mit 2 sehr hübschen Bardamen.

Wer den hübschen Damen entfloh und noch Geld hatte konnte dann eine seiner  (damals) 10
CD´s erwerben.


Wer sehen möchte wie es da abging, der kann ja mal bei youtube schauen


Es gäbe noch so viel zu erzählen, aber das soll ja nur ein kleiner Ausschnitt sein damit meine Kunden wissen,  warum ich in Ungarn alte Bücher verkaufe und was ich in meinem ersten Leben getan habe.

Eine Bemerkung möchte ich aber zum Schluss noch machen.

Vieles was ich hier geschrieben habe klingt lustig, das Nachtleben hat aber auch andere Seiten, über die ich hier mich nicht groß auslassen möchte.
Aber ich möchte schon an die 2 Russischen Brüder erinnern die einen Nachtclub in der Tübinger Straße hatten und aus dem Neckar gefischt  wurden. Oder an den eifersüchtigen Türsteher der seiner Freundin das Gesicht mit dem Teppichmesser zerschnitt. Er bekam 12 Jahre und ist längst frei, seine Ex hat immer noch psychische Probleme. Auch sind Nachts viele Bekannte verunglückt, einige "hatten Glück" und sitzen nur im Rollstuhl, andere starben mit 25.

Mein Fazit ist, es war eine schöne Zeit die ich nicht missen möchte. Ich glaube aber man sollte wissen wann es genug ist, wenn man sich fragt sind das wirklich alles Freunde oder wollen die nur was von dir, mögen diese Menschen dich oder nur die Freikarten und den Vorteil den man hat wenn man mit einem C   oder D Promi befreundet ist.

Heute ist mein Leben ausgeglichen, ich kenne viele Leute wo Bücher lesen, neuerdings sogar welche die Bücher schreiben, aber davon vielleicht demnächst mehr, wir haben ja noch viel Zeit.

Wer noch wissen möchte wie das alles in der Zeitung aussah und was ich mag oder nicht, der soll sich halt auch noch die Bilderseiten und  Charly von A - Z ansehen, von allen anderen verabschiede ich mich schon einmal.

Wenn Sie dazu die passenden Bilder und Zeitungsberichte sehen möchten,
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